Um unsere Patienten optimal betreuen zu können, sind wir seit dem 31. August 2000 Mitglied der
Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V.
Was ist Palliativmedizin?
Palliativmedizin beschäftigt sich mit Menschen, die denen die zugrundeliegende (Krebs-)
Erkrankung weit fortgeschritten ist. Eine ursächliche Behandlung der dann auftretenden Beschwerden ist in dieser Erkrankungspfhase nicht mehr möglich oder sinnvoll. Ziel der medizinischen Betreuung ist es, Beschwerden soweit als möglich zu lindern, ohne durch diese Behandlung zusätzlich zu belasten.
Ein wesentliches Element der Palliativmediizin stellt dabei die psychosoziale und seelsorgerliche Betreuung der Betroffenen dar, die auch die Bezugsperson, wie Familie, Lebenspartner, u.a. mit umfaßt. Die Kommunikation zwischen Erkranktem und z. B. Lebenspartner wird gefördert, offene Gespräch über die Krankheit, aktuelle Beschwerden, Ängste und den bevorstehenden Tod werden ermöglicht. Ziel dieser Arbeit ist es, die psychische und seelische Belastung und das dadurch bedingte zusätzliche Leiden, so gering wie möglich zu halten.
Ist eine stabile Linderung der Symptome erreichbar, strebt die Palliativmedizin an, die betroffenen Menschen in ihrer vertrauten Umgebung zu versorgen, die dazu nötige pflegerische Betreuung zu organisieren und zu unterstützen und damit das Sterben zu Hause zu ermöglichen.
Palliatinstationen sind Krankenhausabteilungen, in denen eine stationäre Betreuung nach palliativmedizinischen Gesichtspunkten durchgeführt wird. Sie haben eine besondere Personalausstattung und sind neben ärztlichem Dienst und Pflegepersonal auch mit Mitarbeitern für den psychosozialen Bereich (Psychologe, Seelsorger, Sozialarbeiter) und physikalische Therapie (Krankengymnast, Masseur) besetzt. Außerdem gehören zusätzliche Möglichkeiten wie Ergotherapie, Musiktherapie, u.a. je nach regionaler Verfügbarkeit zum Angebot.
Wesentliches Kriterium der Tätigkeit auf einer Palliativstation ist diese Arbeit im Team, zu dem alle Mitarbeiter der Station gehören. Medizinische Entscheidungen werden im Team besprochen, sodass neben den ärztlichen Aspekten auch pflegerische und psychosoziale Kriterien in die Therapienentscheidungen mit einbezogen werden. Die Argumente für oder gegen eine bestimmte Behandlung werden dann offen mit dem Patienten besprochen und dabei gemeinsam die Art der weiteren Maßnahmen festgelegt.
Behandlungsziel ist eine bestmögliche Linderung von belastenden Symptomen und die anschließende Entlassung nach Hause.
Die Palliativstativstation muß deshalb in ein Versorgungsnetz für Palliativpatienten mit eingebunden sein. Dazu gehört eine enge Zusammenarbeit zwischen Station und Hausärzten, gegebenenfalls ein palliativmedizinischer Konsiliardienst, ein fachkompetenter Pflegedienst, eine Brückenschwester die im Pflegebereich das Bindeglied zwischen stationärer und ambulanter Versorgung darstellt und ein Hausbetreuungsdienst. Letzterer besteht in der Regel aus besonders vorbereiteten Ehrenamtliche, die Patienten und Angehörige zu Haus begleiten. Die Arbeit der Ehrenamtlichen wird von einem Hauptamtlichen Mitarbeiter koordiniert.
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